Kreuzfahrten mit chronischen Wunden

stellt für Sie kein Problem da,

weil unser begleitender Arzt Ihnen regelmäßig und fachkundig Ihre Verbände wechselt.

Zudem können Sie im Austausch mit den anderen Mitreisenden erfahren, wie Sie mit Ihren chronischen Wunden umgehen.

Massage auf Kreuzfahrten gegen Rückenschmerzen

Highlights am Polarkreis, 08.06.2017 bis 25.06.2017, AIDAluna

Reisen Sie mit AIDA zum Nordkap! Auf unserer Route „Highlights am Polarkreis“ erwarten Sie unglaubliche Naturlandschaften. Von Kiel aus nimmt AIDAluna zunächst Kurs auf Kirkwall, den lebhaften Hauptort der Orkneyinseln, bevor es mit dem Abenteuer Island weitergeht. Ob Reykjavík, Ísafjörður oder Akureyri – mächtige Geysire, imposante Wasserfälle und strahlende Gletscher warten auf Sie. Am nördlichsten Punkt Europas erleben Sie die einmalige Schönheit des Polarkreises und die Mitternachtssonne. Unser Tipp: Machen Sie ein Erinnerungsfoto vor der berühmten Weltkugel-Plastik, während 300 Meter unter Ihnen das Eismeer rauscht, und nehmen Sie unvergessliche Eindrücke mit nach Hause.

Das sind die Leistungen inklusive

Inklusiv-Leistungen

Eine Kreuzfahrt mit AIDA ist viel mehr als nur fast jeden Tag ein neuer Hafen. Diese Leistungen sind in Ihrem Reisepreis inklusive*:

Bei einer AIDA Kreuzfahrt ab/bis Hafen

  • Seereise
  • Hafengebühren
  • Vollpension an Bord
  • Alle Getränke zu den Hauptmahlzeiten in den Buffet-Restaurants (Tischwein, Bier, Softdrinks)
  • Trinkgelder
  • Nutzung von attraktiven Wellnessangeboten
  • Nutzung eines vielseitigen Sportangebots
  • Besuch der Shows & Veranstaltungen an Bord
  • Kinderbetreuung im Kids Club
  • Deutschsprachige Reiseleitung

Bei einer AIDA Kreuzfahrt inkl. Flug

  • Hin- und Rückflüge
  • Transfers
  • Hafen-Check-in (vorbehaltlich behördlicher Genehmigung und abhängig von der Tageszeit)
  • Bei einer eventuellen Verschiebung der Flugzeiten kümmert sich AIDA um Sie

Innenkabine C, ab 2.695 pro Person

Die Gruppereise in Begleitung eines Facharztes findet nur bei einer Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen statt. Selbstverständlich können Sie diese Kreuzfahrt - und viele weitere - bei uns individuell buchen.

Jetzt schnell anfragen und die begrenzten Plätze sichern

 

08.06.2017 - Donnerstag, Kiel, Deutschland, Abfahrt 18:00

Kiel ist ein echter Geheimtipp – und gleichzeitig voll von solchen. Einen unvergesslichen Ausblick auf Deutschlands nördlichste Großstadt genießen Sie im Stadtteil Gaarden, wo Sie ein über vier Meter breites rotes Sofa erwartet. Machen Sie eine Pause und lassen Sie Ihren Blick über die Kieler Förde, das gegenüberliegende Stadtufer und die Howaldtswerke-Deutsche Werft schweifen. Den heimlichen Bewohnern Kiels begegnen Sie im Kieler Aquarium hautnah. Die kleine, liebevoll gestaltete Ausstellung zeigt heimische Fische wie Scholle, Hering und Steinbutt in ihrer naturgetreuen Umgebung. Sollten Sie Meerestiere eher auf dem Teller mögen, wird Sie dieser Tipp sicher interessieren: In den Restaurants und auf den Fischmärkten der Stadt gibt es regionalen Fisch von höchster Qualität. So schmecken Nord- und Ostsee einfach richtig gut.

13.01.2018 - Samstag Dubai,Wenn das Scheichtum den Schleier lüftet

Abfahrt 11:00

10.06.2017 - Samstag, Kirkwall, Orkney-Inseln, Ankunft 09:00, Abfahrt 16:00

Entdecken Sie die Historie der im Mittelalter geschäftigen Handelsstadt und geniessen Sie ein traumhaftes Urlaubsziel zugleich. Die Hauptstadt der Orkney-Inseln ist geprägt von der imposanten St.-Magnus-Kathedrale, die aus rotem und gelbem Sandstein erbaut wurde und mit prachtvoll bemalten Glasfenstern Ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.

Mehr als 70 kleinere und größere Inseln gehören zu den Orkneys. Hier hat der Atlantik über Jahrtausende eine einzigartige Landschaft geschaffen. Urwüchsige Natur, Zeugnisse frühster Menschheitsgeschichte und vieles mehr – hier erwarten Sie unvergessliche Urlaubserlebnisse.

Es war einmal vor vielen tausend Jahren: rätselhafte Steinkreise
Während Sie den Anblick der schroffen Klippen von Yesnaby genießen, können Sie sich schon auf die vor Ihnen liegenden Entdeckungen freuen: Es gibt gleich zwei Steinkreise in der Nähe zu bestaunen. Der Ring of Brodgar hat einen Durchmesser von sagenhaften 104 Metern. Weiter geht es zu den Stehenden Steinen von Stenness, die einen der ältesten Steinkreise Großbritanniens bilden. Das in der Nähe liegende Grabmal von Maeshowe gibt seinen Betrachtern Rätsel auf – sicher ist, dass die Megalithanlage um 3000 v. Chr. errichtet wurde. Skara Brae, eine zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stätte, ist vergleichsweise jung und dennoch uralt. Diese jungsteinzeitliche Siedlung zeigt Ihnen, wie das Leben auf den Orkney-Inseln früher aussah.

Kleine Hauptstadt voller Highlights: Kirkwall
Rund 7.000 Menschen leben in Kirkwall, dem Hauptstädtchen der Orkneys auf der Insel Mainland. Bei einem Spaziergang durch die Gassen der Stadt treffen Sie auf die St.-Magnus-Kathedrale, das so genannte „Licht des Nordens“. Massive Säulen prägen ihren Innenraum, der nicht nur für Freunde sakraler Architektur interessant ist. Direkt gegenüber liegen der Bishop’s und der Earl’s Palace, deren Geschichte eng mit der Stewart-Dynastie verbunden ist. Patrick Stewart, 2nd Earl of Orkney, war unzufrieden mit dem vom Vater geerbten Bishop’s Palace und ließ Anfang des 17. Jahrhunderts den Earl’s Palace nebenan errichten. Er wurde allerdings bald wegen Hochverrats geköpft, und die Orkney-Inseln gingen mitsamt den Palästen an die schottische Krone über – damit waren sie dem Verfall preisgegeben. Heute sind hier nur noch die Ruinen zu sehen, die aber trotzdem erahnen lassen, wie prächtig die Bauten einst waren. Im Orkney-Museum wird noch mehr Wissenswertes über die Historie der Gegend vermittelt. Wenn Sie lieber Zeit im Grünen verbringen, sind die Tankerness House Gardens hinter dem Museum genau das Richtige für Sie. Für Whiskyliebhaber ist die Traditionsbrennerei Highland Park ein echtes Highlight – den edlen Tropfen können Sie natürlich direkt vor Ort probieren.

Spannende Geschichtsstunden: Skaill House & Italienische Kapelle
In der Nähe von Skara Brae ließ der Bischof von Orkney, George Graham, in den 1620er Jahren seinen Landsitz Skaill House errichten. In diesem Herrenhaus direkt an der Atlantikküste erleben Sie vielleicht sogar Übernatürliches: Im Zusammenhang mit dem altertümlichen Gebäude erzählt man sich Spukgeschichten über Besuche von guten Geistern. Die Geschichte der Italienischen Kapelle auf Lamb Holm ist eine ganz andere: Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs von italienischen Kriegsgefangenen erbaut. Die einladende Fassade der kleinen Kapelle verspricht nicht zu viel, denn im Inneren erwartet Sie ein ebenso schön verzierter Altarraum.

Herrliche Natur: Birsay Moors, Marwick-Head-Naturreservat & Shapinsay
Für Tierfreunde hält Mainland zwei Höhepunkte bereit. In der Nähe von Finstown liegen die Birsay Moors, das größte Naturreservat auf den Orkney-Inseln. Nehmen Sie sich Zeit, um die seltenen Vogelarten zu beobachten, die hier zu Hause sind. Das Marwick-Head-Naturreservat ist ein weiteres Muss für Vogelliebhaber: Die so genannte Seabird City gibt Ihnen die einmalige Gelegenheit, Papageitaucher und Eissturmvögel in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben.

Das Schloss auf der Insel: Balfour Castle
Wenn Sie von Mainland nach Shapinsay übersetzen, sehen Sie bereits von der Fähre aus das Juwel der Insel: Im pittoresken Dorf Balfour steht das gleichnamige Balfour Castle. Stolze 52 Zimmer zählt die Anlage, die 1848 fertiggestellt wurde. Um das Schloss herum sind viktorianische Gärten angelegt, die Sie zu einem gemütlichen Spaziergang einladen.

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen

12.06.2017 - Montag, Reykjavik, Island, Ankunft 10:00, Abfahrt 20:00

Den Geysir Strokkur im Heißquellengebiet Haukadalur als eine Laune der Natur zu bezeichnen, wäre eine glatte Beleidigung, denn erstens beruht seine Funktionsweise auf reiner Physik und zweitens bricht der Strokkur so regelmäßig aus, dass man fast die Uhr nach ihm stellen könnte. Circa alle zehn Minuten stößt er eine über zwanzig Meter hohe, kochende Wassersäule aus. Ein großartiges Spektakel! Mindestens ebenso aktiv ist die Kulturszene in Reykjavík. Islands Hauptstadt hat sich binnen einhundertfünfzig Jahren vom kleinen Fischerdorf zur angesagten Metropole entwickelt, die Trends in Modedesign, Kunst und Musik setzt.

Eine Stadt auf vorgeschobenem Posten. Mitten im europäischen Nordmeer gelegen, gerade noch unterhalb des Polarkreises – das ist Reykjavik, nördlichste und vielleicht auch heißeste Hauptstadt der Welt. Jedenfalls unter der Erde. Denn dort brodelt es gewaltig, der Dampf zischt hier einfach aus dem Boden. Um die Heißwasserversorgung muss sich in dieser Stadt also niemand Gedanken machen, sie scheint auf Jahrhunderte gesichert. Wie zum Beweis thronen sechs Heißwassertanks (Inhalt: 24 Millionen Liter 85 °C heißes Wasser) unter der prächtigen Glaskuppel Perlan (die Perle) über der Stadt. Von hier aus haben Sie einen schönen Blick auf die Stadt.

Doch schauen Sie sich die Hauptstadt Islands auch einmal aus der Nähe an. Besonders die Altstadt hat hübsche historische Häuser zu bieten. Wahrzeichen der Stadt ist die Hallgrimskirche, die erst 1986 fertiggestellt wurde. Unmengen Betonpfeiler um den Turm der Kirche erinnern an Basaltsäulen, die typisch für die isländische Landschaft sind. Die weiße Farbe symbolisiert Eis und Schnee. Noch jünger ist das Rathaus, das sich direkt am Stadtsee Tjörnin erhebt.

Reykjavik für Kinder bedeutet in erster Linie: Spaß haben. Und der ist garantiert im neuesten Geothermalschwimmbad der Stadt auf der Halbinsel Alftanes. Eine der längsten Wasserrutschen des Landes wartet ebenso auf kleine und große Wasserratten wie Wellenbad und Whirlpool. Gleich in der Nähe können sie am schwarzen Strand Muscheln sammeln oder in einer Lavahöhle Geschichten von Elfen und Trollen lauschen. Es geht aber auch seriös auf Alftanes, schließlich hat hier der isländische Präsident seine Residenz. Einen Eindruck davon, wie die Menschen in Reykjavik im 19. Jahrhundert gelebt haben, gibt es im Freilichtmuseum Árbaer mit restaurierten Torfhütten, Wohnhäusern und Handwerk. Der Fotostopp am alten Hafen rundet die Stadtbesichtigung ab.

Island ist die Heimat der Geysire. Immerhin schlummert im Geothermalgebiet östlich von Reykjavik zwischen heißen Quellen und Schlammlöchern der Große Geysir, Namensgeber für seine Brüder auf der ganzen Welt. Er ist allerdings ein bisschen träge geworden und so mauserte sich die größte aktive Springquelle Strokkur, die alle paar Minuten eine Wassersäule von bis zu 25 Metern in die Luft schleudert, zur Hauptattraktion. Nicht weit von hier sorgt der Gullfoss für ein besonderes Naturschauspiel. Wenn die Sonne scheint, verwandeln sich Millionen von Wassertropfen des 30 Meter in die Tiefe stürzenden Wasserfalls in einen farbenfrohen Regenbogen.

Die Halbinsel Reykjanes liegt im aktiven Vulkangebiet Islands. Die Erdwärme ist hier überall spürbar, auch im Geothermalgebiet von Krysuvik: Es zischt und brodelt aus Schlammlöchern, Dampfsäulen schießen aus dem Erdboden und vielleicht haben Sie das Gefühl, mitten in Teufels Küche zu stehen. Die bunten Farben der Quellen wollen so gar nicht zur kargen Landschaft passen. Oder vielleicht macht gerade dieser Kontrast eine Fahrt  durch die schier endlose Lava-Wüste so spannend. Einige Kilometer nördlich des Fischerorts Grindavik treffen Sie auf die bekannteste Badestelle Islands, die Blaue Lagune. Umgeben von meterhohen Lava-Wänden im mineralisierten, bis zu 39 Grad warmen und milchig-blauen Wasser zu baden, ist ein Fest für die Gesundheit. Denn das Wasser der Lagune wird wegen seiner Mineralien und heilenden Wirkung bei Hautproblemen hoch geschätzt. Schluss mit Licht und Farben ist hingegen in der unglaublichen Lavahöhle von Gjabakkahellir. Zappenduster wird es, wenn Sie sich kletternd und kriechend auf Entdeckungstour in diese Wunderwelt begeben.

Sowohl geologisch als auch historisch brisant ist Thingvellir. In diesem wunderschönen Tal vulkanischen Ursprungs versammelten sich einst die Führer der unabhängigen Wikingerfamilien. Im ältesten Naturschutzgebiet Islands sind zahlreiche Erdspalten und Risse beeindruckende Zeugnisse der Kontinentaldrift. So entstand ein faszinierendes Gebiet mit Lavaströmen, tiefen Erdspalten, Seen und üppiger Vegetation. Der Geschichte der Wikinger können Sie auch bei der Besichtigung des „Isländers“ auf den Grund gehen. Dabei handelt es sich nämlich um die seetüchtige Kopie eines 23 Meter langen Wikingerschiffs.

Auf Island gibt es viele Möglichkeiten der Fortbewegung. Die ursprünglichste finden Sie auf dem Rücken eines Island-Pferdes. Fast schon Pflicht ist es, Jeep zu fahren. Da Asphalt draußen im Nirgendwo ohnehin Mangelware ist, verstehen sich die Bewohner vorzüglich darauf, reguläre Allradfahrzeuge den landestypischen Anforderungen anzupassen. Die Touren mit diesen PS-starken Jeeps durch die typisch isländische Natur werden zu einem unvergesslichen Erlebnis; egal ob am Gebirgspass Frakkastigur, vorbei an Gletscherlagunen, durch Flüsse und Bäche im von Gletschern gesäumten Tal von Thorsmork oder auf entlang der idyllischen Südküste.

Nicht weniger spannend ist die Fahrt mit einem speziellen Gletscherfahrzeug durch die scheinbar endlos weiße Weite des zweitgrößten Gletschers Islands, den Langjökull. Vorher legen Sie noch Fotostopps an der Heißwasserquelle Deildartunguhver und den Hraunfossar-Wasserfällen ein. Während der Lunchpause in einer Berghütte am Gletscher können Sie die beeindruckende Landschaft dann erst einmal sacken lassen ...

Aber auch auf dem Wasser warten atemberaubende Erlebnisse auf Sie: Fahren Sie mit einem Motorkatamaran hinaus in die Faxafloi-Bucht, den Walen auf der Spur. Die Bootsführer wissen genau, wo sich die faszinierenden Meeressäuger gerade aufhalten.

Island – haben Sie sich so vielfältig gar nicht vorgestellt!

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

13.06.2017 - Dienstag, Isafjörður, Island, Ankunft 10:00, Abfahrt 17:00

Die Insel aus Feuer und Eis verspricht Faszination hoch drei. Ob Sie in Reykjavík, Akureyri oder Ísafjörður zu Ihrem Island-Abenteuer aufbrechen – unvergessliche Naturschauspiele sind Ihnen gewiss. Geysire, die mächtige Fontänen in den Himmel schleudern, brodelnde Schlammpfuhle, imposante Wasserfälle und eisblau strahlende Gletscherlandschaften garantieren grandiose Erlebnisse. Um Ihrem Urlaubsglück das i-Tüpfelchen aufzusetzen, können Sie auf dem Rücken von Islandponys auf Entdeckungstour gehen. Unser Tipp für Wellnessurlauber: Nehmen Sie ein Bad im konstant 38 °C warmen, mineralreichen Wasser der Blauen Lagune. Dieses natürliche Thermalbad liegt inmitten bizarrer Lavaformationen auf der Halbinsel Reykjanes.

Wie feingliedrige Finger greifen die Fjorde nach dem Land. Eine tief zerfurchte Küstenlandschaft mit steil aufragenden Klippen, aber auch weiße Sandstrände und grüne Wälder prägen den nordwestlichen Zipfel Islands. Rau, beschwerlich und ein bisschen verrückt ist hier oben das Leben. Rund um Ísafjörður, dem Wirtschafts- und Verwaltungszentrum, lernen Sie die Westfjorde und gleichzeitig einen sehr speziellen Menschenschlag kennen. Denn beim Besuch des Friseurs wird Ihnen auch schon mal ein Ständchen auf dem Akkordeon präsentiert während der Bäcker gerade für einen Marathon trainiert. Die Menschen in Ísafjörður sind eben genauso besonders wie ihre Heimat. Im Hafen stehen die ältesten Häuser des einst bedeutenden Handelsstützpunktes. Sie stammen aus dem 18. Jahrhundert und beherbergen kleine Museen, in denen Sie neben Informationen isländische Spezialitäten probieren können. Im Maritimen Museum ist die Geschichte der Stadt aufgearbeitet. Weil das karge Land nicht sehr fruchtbar ist, leben die Menschen der Westfjorde von dem, was ihnen das Meer gibt – Fisch eben. Wie die ersten Siedler ihren Alltag meisterten und sich das Leben bis ins 20. Jahrhundert veränderte, erfahren Sie im Freilichtmuseum in Osvör. Auch Methoden der Fischkonservierung werden erläutert.

Eine spezielle Begegnung zwischen Mensch und Fisch gibt es draußen auf dem Meer: beim Hochseeangeln. Wenn Sie sich dieser Herausforderung stellen wollen, vertrauen Sie denen, die wissen, wo Sie die dicksten Fische an Land – oder besser an Bord – ziehen können. Bevorzugen Sie aber Islands Exportschlager Nummer 1 direkt vom Teller zu angeln, sind Sie in Suðureyri richtig. Der Ort ist die reinste Fischschlemmermeile. Kaum jemand kann den absolut frischen Kostproben widerstehen. Gleichzeitig erfahren Sie alles über das harte Leben der Fischer. Beim Verdauungsspaziergang wird Ihnen obendrein eine herrliche Landschaft serviert.

Ísafjörður liegt an einem Seitenarm des Isafjardardjup-Fjords. Auf dem Weg nach Bolungarvik, wo sie die Dorfkirche aus dem Jahr 1908 besichtigen können, präsentiert sich Ihnen die Fjordlandschaft von ihren schönsten Seiten. Im Tungudalur-Tal setzen purpurfarbene Wildblumen bunte Farbtupfer auf weitläufigen Wiesen, und ein Wasserfall ganz in der Nähe rundet die Szenerie für ein vollkommenes Erinnerungsfoto ab. Können Sie sich vorstellen, so hoch im Norden Europas schmackhaftes Gemüse zu ernten? Der Pfarrer und Schulleiter von Núpur konnte es und legte vor etwa 100 Jahren den ersten Botanischen Garten Islands an. Er zeigte seinen Schülern, dass Blumen und Gemüse bei gekonnter Pflege auch so weit nördlich gedeihen. Mit Flateyri wiederum lernen Sie ein typisches Fischerdorf kennen. In der Dorfkirche hören Sie traditionelle Musik, und im alten Buchladen des Ortes scheint die Zeit stillzustehen. Trinken Sie eine Tasse Kaffee mit den Einheimischen und schauen Sie den Frauen bei ihren Handarbeiten zu.

Das Gebiet am Isafjardardjup-Fjord gilt als eines der besten Kajakreviere Islands. Näher dran an der Natur als bei einer Paddeltour können Sie kaum sein. Die Sicht auf die Berge ist vom Wasser aus überwältigend. Bestens eignet sich ein solcher Trip auch zur Vogelbeobachtung. Die Westfjorde bieten mit ihren steil aufragenden Felsen ideale Nistplätze für tausende von Seevögeln. Als wahres Vogelparadies gilt die Insel Vigur. Papageientaucher, Küstenschwalben und viele andere Seevögel fühlen sich dort tierisch wohl. Liegt die nur 70 Fußballfelder große grüne Oase doch wirklich idyllisch im blauen Fjordwasser. Lediglich einen Bauernhof gibt es auf Vigur, und der ist seit mehr als 170 Jahren in Familienbesitz. Im viktorianischen Holzgebäude aus dem Jahr 1862 gibt es Kaffee und Kuchen, bevor Sie aus einem der kleinsten Postämter Europas eine Grußkarte in die Heimat schicken können. Noch bis 1917 drehten sich die Flügel der 1840 errichteten Windmühle auf der Insel. Heute ist sie die einzige noch erhaltene Windmühle Islands.

Papageientaucher und Küstenschwalben, vielleicht sogar Robben werden auch während eines Bootstrips  zu den schönen Stränden bei Hornstrandir und zum alten Fischerort Hesteyri Ihre Begleiter sein. Genießen Sie die herrlichen Aussichten auf eine spektakuläre Gletscherlandschaft. In Hesteyri haben Sie vielleicht das Glück, einen Polarfuchs vorbeihuschen zu sehen. Denn hier sagen sich Fuchs und Hase sprichwörtlich gute Nacht. Die Menschen haben dem Ort nämlich schon 1952 Ade gesagt. Sollte Ihnen der Polarfuchs nicht begegnen, können Sie im Polarfuchszentrum in Súdavík Bekanntschaft mit ihm schließen. In der Ausstellung wird über den pelzigen Inselbewohner informiert. Súdavík selbst ist ein kleiner Fischerort am Álftarfjord. Nach dem Besuch der kleinen Dorfkirche fahren Sie entlang dieses malerischen Fjords und vorbei an einer verlassenen Walfangstation zurück zum Schiff.

In der Einsamkeit der Westfjorde sind die heidnischen Bräuche längst nicht vergessen. Seit 1972 ist Asatru, eine Naturreligion der Wikinger, offiziell in Island anerkannt. Inzwischen gehören etwa 1.500 Isländer der Asatru-Gemeinde an. Beim Treffen mit dem religiösen Führer der Westfjorde erfahren Sie etwas über die alten Werte, die da sind: Ehre den Vorfahren und Respekt vor der Natur. Und weil Essen und Trinken dabei immer eine große Rolle spielten, dürfen auch Sie isländische Spezialitäten probieren.

So mancher glaubt hier oben im Norden noch an Feen und Zauberei. Was aber wirklich wirkt, ist der Zauber dieser einzigartigen Region.

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

14.06.2017 - Mittwoch, Akureyri, Island, Ankunft 07:00, Abfahrt 17:00

Von hier aus sind es nur noch 50 Kilometer bis zum kalten Polarkreis. Für die Bewohner von Akureyri ist das allerdings kein Grund, es sich hier nicht trotzdem gemütlich zu machen. Der behagliche Ort am Ende des Eyjafjords ist das Tor zum Norden der Insel, der mit seinem rauen Hochland zu unvergesslichen Ausflügen einlädt. Mit einem komfortablen Reisebus geht es zum Mývatn oder Mückensee, dessen türkisfarbenes Wasser von bizarren Vulkanformationen umgeben ist. Die bekanntesten von ihnen sind die Dimmuborgir, die ihrem Namen alle Ehre machen und aus der Ferne tatsächlich wie die Ruinen von „dunklen Burgen“ aussehen. Wer nach so viel dramatischer Landschaft Entspannung sucht, findet sie in den warmen Wassern der einzigartigen Mývatn-Naturbäder – Wellness auf nordische Art!

Bildlich gesprochen ist Akureyri gerade mal einen Steinwurf vom Polarkreis entfernt. Genau genommen sind es knapp hundert Kilometer. Besucher dieser Gegend würden eher mit Gänsehaut an freilaufende Eisbären denken; stattdessen finden sie eine Stadt, die alles zu bieten hat, was man von einer Metropole erwarten kann: Supermärkte, Geschäfte und Banken. Nur Eisbären gibt es nicht, denn denen ist es hier im Sommer viel zu warm. Die am Ende des 90 Kilometer langen Eyjafjördur gelegene Stadt mit gut 17.000 Einwohnern ist nach dem Ballungsgebiet Reykjavik die zweitgrößte Stadt des Landes. Das Zentrum wird durch die Einkaufsstraße Hafnarstraeti bestimmt, die allerdings endet, bevor sie richtig begonnen hat. Aber die wahren Naturschätze sind ohnehin eher in der Umgebung zu finden. Damit geht es gleich hoch über dem Fjord noch oberhalb der Akureyrar-Kirche im Südwesten der Stadt los: Wenn Sie wissen möchten, was in der Arktis wächst und gedeiht, besuchen Sie den 1910 angelegten Botanischen Garten. Außerdem wird hier mit Pflanzen aus gemäßigten Breiten und den Hochgebirgen der Erde experimentiert. Wer schafft es, am Rande der Arktis zu überleben?

Obgleich nur bescheidene zwölf Meter hoch, beeindruckt die donnernde Kaskade des Godafoss durch die schiere Gewalt der Wassermassen, die sich in großer Breite in eine Schlucht stürzen. Der Name soll aus der Zeit der Christianisierung auf Island um das Jahr 1000 herum stammen. Der norwegische König Olaf hatte für den Fall, dass die Isländer Heiden bleiben würden, mit einem Holzembargo gedroht. Der Schiffbau war jedoch lebenswichtig für die Region, also machten die Bürger kurzen Prozess mit ihren alten Götterstatuen und warfen sie den Wasserfall hinunter, der fortan „Godafoss“ (Wasserfall der Götter) hieß.

Myvatn oder Mückensee ist der viertgrößte See Islands. Er liegt 277 Meter ü. d. M. und ist 37 Quadratkilometer groß, an der tiefsten Stelle aber nur knapp fünf Meter tief. Der Mückensee macht seinem Namen besonders im Sommer alle Ehre, wenn die Insekten als schwarze Wolken über dem See tanzen. Während des Frühlings sorgen die hier brütenden Entenarten für eine willkommene Reduzierung der Plagegeister. Im Gebiet rund um den See ist die Vielfalt vulkanischer Bildungen besonders stark ausgeprägt, da die Grenze zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte genau hier verläuft. Brodelnde Schlammpfuhle bei Námaskard erinnern daran, welch schiere Kräfte da unter der Erde schlummern. Und der verwirrende Lava-Irrgarten von Dimmuborgir lädt zum Verlaufen ein, deshalb sollten Sie besser dicht beim Reiseleiter bleiben. Die faszinierenden Pseudokrater bei Skútustadir sind jedoch keine Vulkane an sich, sondern entstanden vielmehr, als heiße Lavabrocken von den Vulkanen rings um den Myvatn ins seichte Wasser gespuckt wurden. Zweifellos eine der größten Attraktionen der Gegend sind die Naturbäder von Myvatn. Die einzigartige Mischung aus Mineralien, Silikaten und geothermalen Mikroorganismen macht ein Bad zu einem wohltuenden Erlebnis für Körper und Seele.

Der Torfhof Laufas war im 19. Jahrhundert ein Großgehöft mit Kirche in dem bis zu 40 Personen lebten und arbeiteten. Im heute als Heimatmuseum genutzten Gebäudekomplex können Sie die Strukturen des Zusammenlebens an der Raumaufteilung ablesen. Der Bau eines solchen Hauses dauerte oft sehr lange, weil man auf das geeignete Treibholz warten musste. Von weitem sieht der Torfhof aus wie ein großer Grashügel. Drinnen herrscht schlichte Behaglichkeit.

Aber auch auf dem Rücken der kleinen, robusten Island-Pferde können sie die faszinierende isländische Natur erleben. Wussten Sie, dass ein Island-Pony, das seine Heimat einmal verlassen hat, nie wieder zurückkehren kann? Nur so war es möglich, dass der Stammbaum von der Wikinger-Zeit bis heute unverändert geblieben ist. Fünf Gangarten haben die kleinen Vierbeiner anzubieten: Sie reichen vom gemütlichen Spaziergang bis zum Galopp. Ein einmaliges Erlebnis ist der Polarflug zur Insel Grimsey, die etwa 40 Kilometer von der nördlichen Küste Islands entfernt ist. In den bis zu 100 Meter steil abfallenden Klippen im Norden der fünf Quadratkilometer großen Insel nisten zahlreiche Seevogelarten. Von oben betrachtet, ist die wilde Schönheit der Landschaft noch beeindruckender. Außerdem ist die Insel der einzige Teil des isländischen Hoheitsgebietes, welches den Polarkreis auf 66°33' berührt. So weit nördlich kommen Sie so schnell nicht wieder!

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

17.06.2017 - Samstag, Longyearbyen, Norwegen, Ankunft 08:00, Abfahrt 16:00

Der zu Norwegen gehörende Archipel mit der gleichnamigen Hauptinsel liegt wie ein Siedlungsvorposten in der Arktis. Gewaltige Gletscher, schroffe Gebirge und tiefe Fjorde prägen die wilde Natur, in der die bunten Holzgebäude des Hauptorts Longyearbyen wie Spielzeughäuschen wirken. Aber lassen Sie sich überraschen: Der Ort bietet eine erstaunliche Auswahl an Cafés, Geschäften und Galerien. Wie wäre es mit einem Einkaufsbummel ganz nah am Nordpol? Tierfans können bei einer Fahrt mit dem Schnellboot oder bei einem Ausfl ug ins Inselinnere nach Seehunden, Eisbären und Rentieren Ausschau halten.

Der perfekte Sommerurlaub: Die Sonne geht wochenlang überhaupt nicht unter. Das Meer ist so klar und still, dass sich die atemberaubende Landschaft darin spiegelt. Dazu genießen Sie grandiose Natur, so weit das Auge reicht. Nur eines unterscheidet das spitzbergische Longyearbyen vom Sommer im Süden. Es ist frisch – so kurz vor dem Nordpol.

Siedlungsvorposten in der Arktis
Die Entfernung von Longyearbyen bis zur eisigen Nordkappe der Weltkugel beträgt nur rund 1.000 Kilometer. Ein entsprechendes Klima erwartet Sie an der „kalten Küste“ Spitzbergens – wie die Wikinger die Inselgruppe tauften. Die sommerlichen Durchschnittstemperaturen der Luft liegen bei erfrischenden 6° C, im Boden herrscht Dauerfrost. Ausgestattet mit dicken Socken und warmer Kleidung wird ein Besuch auf den Inseln zwischen Norwegen und Nordpol aber zu einem unvergesslichen Erlebnis. Denn hier zeigt sich die Natur in ihrer vielleicht ursprünglichsten Form. Als der Holländer Willem Barents 1596 einen Seeweg nach Asien suchte, „entdeckte“ er Spitzbergen und hat vermutlich nur Eis gesehen. 60 Prozent der Inseln bestehen aus Eiskappen und riesigen Gletschern.

Longyearbyen: Überraschung im Eis
Hauptort auf Spitzbergen ist Longyearbyen, benannt nach dem Amerikaner John M. Longyear, der hier im Jahr 1906 das erste Bergwerk in Betrieb nahm. Die Stadt bietet, man mag es in dieser einsamen Gletscherwelt kaum vermuten, Cafés, Restaurants und Geschäfte, die zum Bummeln einladen. Das Svalbard-Museum ist 2005 in das hochmoderne Universitätszentrum umgezogen. Hier präsentieren sich auf anschauliche Weise 400 Jahre Inselgeschichte – angefangen bei den Walfängern über die Nordpolabenteurer bis hin zum Bergbauboom und den heutigen Forschungsaktivitäten. Die Kunstwerke in der Galerie Svalbard dagegen widmen sich überwiegend einem Thema: der natürlichen Schönheit des Archipels.

Auf den Pfaden der Bergleute & Camp Barentz
Ein Ausflug ins Tal Endalen ist zugleich eine Zeitreise in das vorige Jahrhundert, als auf Spitzbergen der Kohlebergbau florierte. Während einer Wanderung auf den Spuren der Minenarbeiter durch das Tal von Endalen können Sie sich zudem davon überzeugen, dass es die Mitternachtssonne hier zwischen April und August besonders gut mit der Flora meint. Es gedeihen Wollgras, Gletschermohn, Moose und Flechten. Auch im Tal von Adventdalen können Sie die wildromantische Arktis auf sich wirken lassen. Im dortigen Camp Barentz schließen Sie Bekanntschaft mit Huskys, den typischen Schlittenhunden, und lauschen in einem Lavvo – so heißen die traditionellen Spitzzelte – Geschichten über Leben und Überleben in dieser entlegenen Region.

Eisvergnügen: im Polarboot zum Isfjord
Warum nicht einmal ein großes Schiff gegen ein Polarboot eintauschen? Schließlich eröffnet Ihnen eine Fahrt übers eisige Meer den besten Blick auf die zerklüftete Küste des Isfjords. Vom Boot aus können Sie auch einen Blick auf den Fuglefjellet werfen. Auf dem Vogelberg, so der deutsche Name, nisten im Sommer Tausende von Seevögeln. Auf Svalbard gibt es aber auch mehr als 3.000 frei lebende Eisbären. Manche der stattlichen Kerle wiegen bis zu einer halben Tonne. Robben und Walrosse gehören ebenfalls zu den tierischen Bewohnern des Archipels.
Freuen Sie sich also auf eine Safari der ganz besonderen Art.

Abenteuer mit den Huskys
Ein Souvenir, das seinesgleichen sucht, können Sie vom Longyear-Gletscher mitbringen. In der Gletschermoräne schlummern Pflanzenfossilien, die bis zu 60 Millionen Jahre alt sind und die Sie – einmal gefunden – als unvergleichliches Souvenir mit nach Hause nehmen dürfen. Noch aufregender ist es, in einem von den Polarhunden gezogenen Schlitten durch die spektakuläre Landschaft von Spitzbergen zu flitzen – Adrenalin pur!

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

18.06.2017 - Sonntag, Nordkap/Honningsvag , Norwegen, Ankunft 23:00

Wenn Sie am nördlichsten Punkt des europäischen Festlands stehen, trennen Sie zwar noch beinahe 2.100 Kilometer vom Nordpol, aber Sie werden sich fühlen wie am Ende der Welt. Von Mitte Mai bis Ende Juli steht die Sonne am Nordkap auch nachts oberhalb der Horizontlinie und hüllt den rund 300 Meter hohen Felsen im Polarmeer in ein faszinierendes Zwielicht.

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

19.06.2017 - Montag, Hammerfest, Norwegen, Ankunft 10:00, Abfahrt 18:00

Auf zum Eisbärenclub, der Besucherattraktion der Stadt! Wer Mitglied wird, befindet sich in adeliger Gesellschaft. Die letzten norwegischen Könige Olav und Harald gehören bzw. gehörten dem Club bereits an. Königliches Vergnügen bietet auch ein Besuch der samischen Torfhütte Mikkelgammen. Wenn die Samen ihren traditionellen Gesang Joik anstimmen, klingt es, als würden sie jodeln.

Auf nach Hammerfest: Mit diesem Schlachtruf zogen in den 1970er und 1980er Jahren scharenweise Weltenbummler, Rucksackreisende, Aussteiger oder Blumenkinder ins nördliche Norwegen. Zum großen Reiseabenteuer gehörte natürlich ein zum Wohnmobil umgebauter VW Bulli, denn nur so ließ sich das Gefühl von grenzenloser Freiheit auf dem Weg in die damals noch nördlichste Stadt der Welt besonders gut ausleben. Offiziell hat Hammerfest diesen Status inzwischen verloren, doch an Anziehungskraft hat die rund 10.000 Einwohner zählende Stadt auch als nördlichste Stadt Europas nichts eingebüßt. Sie ist weiter die Endstation Sehnsucht für Reisende geblieben, die in Skandinavien scheinbar niemals endende Sommertage erleben möchten. Mehr als zwei Monate lang wird es in Hammerfest nicht dunkel, wenn vom 17. Mai bis zum 28. Juli die Mitternachtssonne ununterbrochen scheint.

Klar, dass in diesem Lichte so manch skurrile Blüte zum Vorschein kommt – zum Beispiel der extravagante Eisbärenclub. Im Mittelpunkt seines ehrwürdigen Vereinsheims, Zentrum der 1963 gegründeten „Royal and Ancient Polar Bear Society“, steht – kaum überraschend – ein riesiger, ausgestopfter Eisbär. Aber das ist eigentlich nur eine Nebensache, denn der wichtigste Vereinszweck ist der Verein selbst. Gegen Zahlung eines überschaubaren Obulus’ (2011 waren es 180 Norwegische Kronen) darf jeder Besucher diesem ganz besonderen Zirkel beitreten, der sich der Bewahrung des heimischen Brauchtums verschrieben hat. Die Mitgliedschaft ist übrigens eines der beliebtesten Mitbringsel aus Hammerfest. Mehr als 200.000 Menschen aus aller Welt haben den Aufnahmeantrag bereits ausgefüllt und sind somit stolze Träger einer Anstecknadel, die ein kleiner Eisbär ziert. An den ursprünglichen Vereinszweck erinnert ein kleines Museum, das der Klub unterhält. Es dokumentiert aus heimatgeschichtlicher Sicht, wie hier im hohen Norden traditionell gejagt und Handel getrieben wurde.

Auch eine Kirche, die aussieht wie ein überdimensionales traditionelles Gestell zum Trocknen von Fisch, ist für das Auge eher ungewohnt. Der Architekt Hans Magnus aus Oslo wählte 1961 diese wagemutige Konstruktion für die Evangelische Kirche und ließ sich dabei von der Tradition der Stockfischherstellung inspirieren. Gleichzeitig symbolisiert die Dreiecksform auch die Heilige Dreifaltigkeit. 500 Menschen bietet dieses außergewöhnlich gestaltete Gotteshaus Platz. Im Inneren der Kirche sorgt das überdimensionale Glasmosaik aus rund 10.000 Einzelteilen für einen bleibenden Eindruck. Bei einem Spaziergang durch die Stadtmitte lädt das 2005 eingeweihte Museum für Wiederaufbau zu einem Besuch ein. Mithilfe moderner audiovisueller Techniken wird die für Hammerfest dramatische Zeit des Zweiten Weltkriegs, die komplette Zerstörung, aber auch der beeindruckende Wiederaufbauprozess dargestellt. Zahlreiche historische Fundstücke runden das Gesamtbild ab. Die Meridiansäule aus dem Jahr 1856 erinnert auf der Halbinsel Fuglenes an die erste Erdvermessung, die auch als Struve-Bogen bekannt ist. Es ist das einzige Denkmal der Stadt, das unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Im Energiehaus erfahren Sie allerlei Wissenswertes zu Wasser-, Gas-, Wind- und Wellenkraft. Schließlich verdankt Hammerfest seinen neuen Wohlstand insbesondere den vor der Küste entdeckten Erdgasvorkommen. Energie ist seitdem in der Stadt ein großes Thema, und dieses interaktive Erlebniszentrum im alten Wasserkraftwerk soll die Bevölkerung daran teilhaben lassen. Unter anderem ist hier ein Modell der ersten europäischen Flüssiggas-Anlage zu sehen. Das Original ist übrigens nicht weit entfernt. Es steht auf der Insel Melkøya, direkt vor Hammerfest. Hier wird Erdgas aus dem 145 Kilometer entfernten Schneewittchen-Feld in der Barentsee im großen Stil verflüssigt. Alle Sehenswürdigkeiten Hammerfests können Sie am Aussichtspunkt Salen noch einmal gebündelt in den Blick nehmen. In 86 Meter Höhe genießen Sie – neben einem alten Wachturm stehend und manchmal in freundlicher Gesellschaft friedlich äsender Rentiere – einen herrlichen Ausblick auf diese außergewöhnliche Stadt in exponierter Lage, das arktische Meer und die natürliche Hafenbucht.

Forsøl an der Kirkegårdsbucht ist ein Ort voller Entdeckungen. Dieses idyllische Fischerdorf mit gerade einmal 200 Einwohnern ist ein besonderer Anziehungspunkt für alle, die Ruhe suchen, Stockfisch kaufen wollen oder an Geschichte aus erster Hand interessiert sind. Bei Ausgrabungen sind hier Behausungen entdeckt worden, die den Menschen in der Steinzeit und in der Eisenzeit Schutz gegeben haben.

Einen Spaziergang vom Stadtzentrum entfernt steht Mikkelgammen, eine traditionelle samische Torfhütte. In stilechter Umgebung machen Sie Bekanntschaft mit der Kultur und der Geschichte des samischen Volkes. Die Samen, die oft auch als ‚Lappen’ bezeichnet werden, sind die Ureinwohner Nordskandinaviens. Heute stellen sie in ihrem Siedlungsgebiet von Norwegen, über Schweden und Finnland bis zur Kola-Halbinsel in Russland nur noch eine kleine Minderheit dar, die bestenfalls für das Tragen einer farbenfrohen Tracht im Rest Europas bekannt ist. Als Gast in Mikkelgammen dürfen Sie am wärmenden offenen Feuer typische samische Speisen probieren. Und natürlich hören Sie dazu den Joik, den traditionellen Spontangesang, mit dem die Samen ihre Stimmungen, Gefühle und Erlebnisse wiedergeben – eine einzigartige Mischung aus Jodeln und Indianerklängen.

Bei so viel traditioneller Gastfreundschaft wird jedem Besucher schnell warm ums Herz – was ja im hohen Norden keineswegs das Schlechteste ist.

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

 

20.06.2017 - Dienstag, Tromsø, Norwegen, Ankunft 08:00, Abfahrt 17:00

Auf einer Insel im Fjordlabyrinth der norwegischen See, umgeben von Bergen und Wäldern, liegt Tromsø, das Tor zur Arktis. Obwohl die Stadt mit dem Rentierwappen sich jenseits des Polarkreises befindet, ist es hier – dem Golfstrom sei Dank – verhältnismäßig warm und so bleibt der Hafen eisfrei. Durch diesen Umstand war Tromsø im Lauf der Jahrhunderte immer wieder ein beliebter Ausgangspunkt für Expeditionen ins Eismeer und zum Nordpol. Im faszinierenden Polaria-Erlebniszentrum haben Sie Gelegenheit, neben der Geschichte der Polarforschung auch einige Bewohner der Arktis aus nächster Nähe kennenzulernen. Ein weiteres Highlight ist die Eismeerkathedrale. Das Wahrzeichen der Stadt, das äußerlich an einen Eisberg erinnert, ist die nördlichste Kathedrale der Welt.

Am nördlichsten, am größten, am meisten, am jüngsten – Tromsø ist eine Stadt der Superlative. Mit mehr als 60.000 Einwohnern leben hier die meisten Menschen nördlich des Polarkreises. 2.558 km² machen sie zur flächenmäßig größten Stadt, und die hohe Studentendichte sorgt für das niedrigste Durchschnittsalter Norwegens. Für Roald Amundsen war sie vor allem der beste Ausgangspunkt zu seinen Polarexpeditionen, die ihn unter anderem als ersten Menschen den Südpol erreichen ließen. Aber auch viele andere Polarforscher starteten und starten noch heute in Tromsø ihre Abenteuer. Ganz ohne deren Entbehrungen können Sie daran im Polarmuseum teilhaben. Im alten Zollamtsgebäude, einem Seebrückenhaus auf dem Gelände des Freilichtmuseums Skansen, werden Norwegens polare Geschichte, Expeditionen und die Eismeerjagd wieder lebendig. Unter anderem sehen Sie hier einen großen Teil der Ausstattung von Amundsens legendärer Südpol-Expedition.

Mit seiner Lage nördlich des Polarkreises ist Tromsø auch der ideale Ort, um das einzigartige Polarlicht zu beobachten und im Sommer die Mitternachtssonne zu genießen. Diesen Phänomenen widmet sich das Nordlicht-Planetarium. Phänomenal ist auch die Eismeerkathedrale, die nördlichste Kirche der Welt und Wahrzeichen der Stadt. Allein die Fahrt dorthin über die mehr als einen Kilometer lange Tromsø-Brücke ist schon ein Erlebnis. Sie verbindet die Insel Tromsøya, auf der Tromsøs Altstadt liegt, mit den neuen Stadtvierteln auf dem Festland. Schon von Weitem sieht man, woher die 1965 fertiggestellte Kathedrale, die eigentlich Tromsdalen-Kirche heißt, ihren Namen hat. Die markante Dreiecksform und die helle Farbe erinnern an einen Eisberg, der auch dem Architekten vorgeschwebt haben soll, als er das Bauwerk gezeichnet hat. Selbstverständlich beherbergt auch sie einen Superlativ: das größte Glasmosaik Europas. Einen Katzensprung entfernt liegt die Talstation der Seilbahn Fjellheisen, die Sie zum 420 Meter hohen Storsteinen, dem Hausberg, bringt. Von hier aus genießen Sie einen atemberaubenden Blick über die Stadt, den Fjord und die Berge. Ebenfalls vom Eis inspiriert ist der Bau des Polaria-Erlebniscenters, das an Eisschollen erinnert, die vom arktischen Meer an Land geschoben werden. Hier erkunden Sie die faszinierenden Polargegenden anhand real dargestellter Landschaften und Sie erleben vom Unterwassertunnel aus arktische Bartrobben und einheimische Fischarten im Aquarium. Beeindruckend ist auch der Spitzbergen-Film „Svalbard – eine arktische Wildnis“ von Ivo Caprino.

In die Welt des Urvolkes des Samen entführt Sie das Tromsø-Museum. Welche Tiere und Pflanzen wie unter extremen Bedingungen überleben können, zeigt die zoologische Ausstellung. Jetzt wird es Zeit für die echte Wildnis. Über die Sandnessund-Brücke mit Blick auf die gigantische Bergwelt fahren Sie direkt ins Tromsø Wildlife Center, wo Sie das Ehepaar Albrigtsen herzlich willkommen heißt. Bei Kaffee und Kuchen im Samenzelt erzählen die beiden von ihren spannenden Expeditionen. Frau Albrigtsen nimmt regelmäßig an den Finnmarksrennen teil, einem Schlittenhundrennen über 1.000 Kilometer. Ihr Mann hat unter anderem bereits Grönland auf Skiern überquert und ist das längste Schlittenhundrennen Europas mit 1.872 Kilometern gefahren. Zurück geht es über die Südspitze der Insel, unter anderem am Nobile-Denkmal vorbei, das an Roald Amundsens letzte Polarfahrt erinnert. Mit dem Luftschiff „Italia“ machte er sich auf, um den in Not geratenen Polarforscher Umberto Nobile zu retten. Dabei kam er selbst 1928 ums Leben.

Tromsø ist nicht nur das „Tor zum Eismeer“, sondern gilt auch als das „Paris des Nordens“. Nirgendwo sonst gibt es verglichen mit der Einwohnerzahl so viele Restaurants, Kneipen und Hotels. In den Sommermonaten scheint hier das Leben niemals stillzustehen. Besonders stolz sind die Tromsøer auf die hübschen Fassaden der kleinen Holzhäuser in der Altstadt, von reichen Reedern und Kaufleuten Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut. Zusammen mit den modernen Gebäuden der Stadt ergeben sie ein reizvolles architektonisches Bild. Während einer Panoramafahrt können Sie sich davon selbst überzeugen, ebenso wie von der beeindruckenden Erscheinung der 1861 erbauten Domkirche, die zu den größten Holzkirchen im Norden zählt. Überhaupt beherbergt Tromsø viele historische Bauten, da hier der Zweite Weltkrieg nur geringe Spuren hinterließ. Die Fahrt führt weiter über die Sandnessund-Brücke nach Kvaløya, wo sich vor dem Hintergrund gigantischer Bergspitzen der modernste Vorort der Stadt präsentiert. Wieder auf der Insel Tromsøya geht es weiter zur Universität von Tromsø. Mit zirka 8.000 in- und ausländischen Studenten und 2.500 Angestellten ist sie die viertgrößte Universität Norwegens. Und wieder ein Superlativ: Sie ist die nördlichste Universität der Welt. Zurück zum Festland geht es wieder über die Tromsø-Brücke, von welcher aus Sie den kleinen Schiffen auf dem Tromsø-Sund zuschauen können, die mit einer zuweilen recht heftigen Strömung zu kämpfen haben. Die Hälfte der Tromsøer Bevölkerung lebt übrigens auf dem Festland. Und Sie werden über die Blütenpracht in den Vorgärten staunen, wenn Sie an den hübschen Häusern vorbeifahren. Ob es die buntesten und schönsten Vorgärten des Nordens sind, finden Sie am besten selbst heraus.

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

21.06.2017 - Mittwoch, Leknes/Lofoten, Norwegen, Ankunft 09:00, Abfahrt 19:00

Wer die Inseln vor der Nordwestküste Norwegens besucht, fühlt sich fast wie in einen Traum versetzt: Steile Berggipfel spiegeln sich in kristallklaren Fjorden, in deren Schutz sich malerische Fischerdörfer verstecken. Über allem liegt das mystische Licht des Nordens mit seinen leuchtenden Farben, das Künstler und Fotografen aus aller Welt auf die entlegene Inselgruppe zieht. Auch für Naturfreunde sind die Lofoten ein echtes Paradies, denn ihre grandiose und abwechslungsreiche Landschaft ist die Heimat vieler Tierarten. Hier trifft man auf Elche, Rentiere, Wale und Seehunde sowie auf zahllose Seevögel, die an der schroffen Felsenküste ihre Nistplätze finden. Mit AIDA können Sie hier ein Juwel des Nordens entdecken – willkommen auf den Inseln oberhalb des Nordpolarkreises!

Landschaften wie aus dem Bilderbuch, die Natur wild und verwegen, zerklüftete Berge, Wiesen, Täler, Hügel – und ein Gebirge, das wie eine Wand aus dem Meer herausragt. Das sind die Lofoten, sagenumwobenes Land oberhalb des Polarkreises vor der norwegischen Küste. Im Winter leuchten die Polarlichter, im Sommer scheint die Mitternachtssonne: Kein Wunder, dass die Wikinger diesen Archipel einst die „Inseln der Götter“ nannten. Ob hier das Vorbild für das Dörfchen Flake der kleinen Comicfigur Wickie gestanden hat? Gut möglich, denn wie das berühmteste Wikingerkind aller Zeiten zeichnen sich die Lofotinger durch ihren Ideenreichtum aus.

Eine richtig starke Idee war es, auf der Insel Vestvågøy nahe des Städtchens Borg einen Acker so tief umzupflügen, dass dabei ein alter Wikingerhof zum Vorschein kam. Was man damals fand, ist heute noch – restauriert, rekonstruiert und im Inneren originalgetreu eingerichtet – eine Weltsensation: ein Häuptlingshof aus dem ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung, der späten Eisenzeit. Inzwischen ist das 83 Meter lange Langhaus, das größte, das je aus der Wikingerzeit gefunden worden ist, Kernstück des Wikingermuseums Lofotr. Allein die Dimensionen des außergewöhnlichen Gebäudes legen nahe, dass es sich um ein wichtiges Wikingerzentrum gehandelt haben muss – eine Kultstätte oder eine Art Hauptstadt. Im äußerst lebendigen Museum erwarten Sie nicht nur viele Fundstücke aus der Eisenzeit. Zu sehen sind auch eine Schmiede, ein Bootshaus und ein Wikingerschiff.

Schlau war es auch, der Stabkirche von Gravdal einen auffälligen rot-weißen Anstrich zu geben. So ist die Pfarrkirche der Gemeinde Buksnes aus dem Jahre 1905 selbst an neblig-trüben Tagen immer gut zu sehen. Der Blick ins Innere des Gotteshauses aus Holz zeigt ein Nebeneinander von Drachen und Kreuzen und lässt annehmen, dass die Bewohner lange mit sich gekämpft haben, ob sie ihren nordischen Göttern vertrauen oder sich doch dem Christentum zuwenden sollten. Auf die weißen Streifen haben die Lofotinger bei der wunderschönen Dorfkirche in Flakstad aus dem Jahre 1780 verzichtet. Dafür hat die Kreuzkirche ein unverkennbares Zwiebeltürmchen. Noch älter als das zweitälteste Gotteshaus der Lofoten ist der Altar: Er stammt aus der Vorgängerkirche, die hier bereits 1430 errichtet worden war.

Ganz pfiffig war auch der Kunstschmied von Sund, und das machte ihn im ganzen Land bekannt. Hans Gjertsen überreichte dem norwegischen König 1963 das Symbol der örtlichen Fischer, einen aus Eisen gefertigten Kormoran. Der „Königskormoran“ war damit Gjertsens unverwechselbares Markenzeichen. Aus seiner Schmiede wurde im Laufe der Jahre ein Fischereimuseum, wo historische, aber funktionstüchtige Bootsmotoren staunende Blicke auf sich ziehen. Dem heutigen Schmied von Sund können Sie zudem über die Schulter sehen. Sein Markenzeichen – Sie werden es schon ahnen – sind weiterhin aus Eisen geschmiedete Kormorane. Gjertsens Neffe ist eben der Familientradition treu geblieben.

Clever wie Wickie sind die Lofotinger auch beim Bau ihrer Dörfer. Früher haben sie diese so angelegt, dass Eindringlinge schnell vertrieben werden konnten. Heute haben sie viele der kleinen Ortschaften so liebenswert herausgeputzt, dass man gar nicht mehr weg möchte. Ballstad am Fuße des imposanten 671 Meter hohen Skottinden-Gipfels ist eines dieser reizvollen Fischerdörfer. Da es im 18. Jahrhundert mit Handelsprivilegien ausgestattet worden war, wurde es zum bedeutenden Zentrum der Lofot-Fischerei. Heute laden die zumeist roten Holzhäuser zum stimmungsvollen Rundgang ein. Mehr als ein bunter Tupfer ist die Werfthalle. Drei der vier Außenwände hat der in Minnesota (USA) geborene Künstler Scott Thoe aus Anlass des Besuches des norwegischen Königspaares im August 1992 mit typischen Motiven aus dem Dorfleben bemalt – eine Gesamtfläche von 300 Quadratmetern. Damit ist dieses Kunstwerk das größte Wandgemälde der Welt. Nusfjord, einst belebter Handelsplatz und heute Museumsdorf in fantastischer Lage, gilt als besonders malerisches Lofotendorf. Eingekeilt von schroffen Granitbergen schmiegt sich der Ort an eine kleine Bucht am stellenweise nur 100 Meter breiten Nusfjord. Neben dem besonderen Ambiente machen die vielen roten Rorbuer-Hütten, jene auf Stelzen im Wasser errichteten früheren Holzunterkünfte der Fischer, das besondere Flair dieses gastlichen Dorfes aus. Bei einem anderen Dorf kündet bereits die Namensgebung von der besonderen Raffinesse seiner Bewohner. Å ist benannt nach dem letzten Buchstaben des norwegischen Alphabets, denn hinter Å ist die Lofotstraße und damit die Europastraße 10 zu Ende. Da der Ortsname so originell und die Lage an der Ostseite der Insel Moskenesøy so abgeschieden ist, wird das Ortsschild öfter mal geklaut. Sie dürfen an diesem schönen Ende der Welt in charmanter Umgebung zu Mittag essen und das außergewöhnliche Panorama genießen.

Eine hervorragende Idee für alle aktiven Naturliebhaber: eine Wanderung von Tjørndal nach Strandslett am Rolvsfjord. Der Marsch, unter anderem auf eine Höhe von 350 Metern, ist ein Naturerlebnis der besonderen Art mit unvergesslichen Eindrücken und Ausblicken. Anschließend setzen Sie die Reise im Bus entlang des Vestfjords fort und genießen am Aussichtspunkt Hagskaret noch einmal den beeindruckenden Blick auf diese Meeresbucht, die die Lofoten vom norwegischen Festland trennt. Im Buksnjesfjord ist von hier aus auch AIDA zu sehen. Kann es ein schöneres Fotomotiv geben?

Es muss ja nicht immer die ganz große Idee sein, aber auf andere Gedanken kommen Sie auf den Lofoten ganz gewiss.

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

23.06.2017 - Freitag, Bergen, Norwegen, Ankunft 08:00, Abfahrt 18:00

Ein idyllisches Bild: Traditionelle Speicherhäuser in warmen Rot-, Gelb- und Ockertönen säumen die Wasserfront in Bergens historischem Hanseviertel Bryggen. Sie dienten den Kaufleuten als Warenlager, vor allem für Stockfisch von den Lofoten. Religiöser Lebensmittelpunkt zur Hansezeit war die Marienkirche, deren prachtvolle Innenausstattung Sie sehen sollten. Wer ein größeres Interesse an Mode, Design und Souvenirs hat, bummelt am besten durch die Galerien der Stadt oder durch die Altstadtgassen mit ihren kleinen Boutiquen.

Bergen ist heute immer noch hanseatischer als man denkt. Nach der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1070 durch Bischof Olav Kyrre wurde Bergen bereits 1217 von König Håkon IV. zum Regierungssitz Norwegens erklärt. Aber schon Anfang des 13. Jahrhunderts kam die erste wirtschaftliche Flaute. Innerhalb kürzester Zeit befand sich Bergen in einer bitteren Hungersnot. Doch zum Glück ließ sich die Hansestadt Lübeck nicht lange bitten. Sämtlicher von der Hanse gefangener Fisch wurde fortan nach Bergen gebracht und hier gesalzen und getrocknet. Danach wurde er mit den dickbauchigen Koggen der Hanse ins Ausland gebracht. Im Gegenzug erhielt Bergen Getreide, Waffen, Tuch und Salz. Die Stadt im Norden entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit neben London, Brügge und Nowgorod zu einem der wichtigsten Umschlagsplätze des Kaufmannsbundes. Ein gelungener „Deal“ für alle Beteiligten also? Eigentlich schon, wenn nicht den Bergener Bürgern das einnehmende Wesen der Hanseaten zu schaffen gemacht hätte. Bereits um 1400 hatten die Deutschen über 300 Handelshäuser in ihren Besitz gebracht. Die Norweger reagierten schließlich und kauften der Hanse bis 1766 jedes einzelne Gebäude ab. Geblieben aber sind die historischen Zeugnisse dieser einst glorreichen Verbindung mit dem norddeutschen Städtebund ... 

Und wo könnten Sie diese besser sehen als in dem von der UNESCO unter Schutz gestellten Ortsteil Bryggen, früher auch „Tyskebryggen“ (deutscher Anleger) genannt. Die spitzgiebeligen Handelshäuser waren zum Be- und Entladen der Schiffe direkt ans Hafenbecken gebaut worden. Heute befinden sich in den hohen und schmalen Gebäuden Boutiquen, Antiquitäten- und Souvenirgeschäfte sowie Restaurants. Auf dem nahe gelegenen Fischmarkt gibt es neben Blumen und Obst vor allem die Fischdelikatessen des Landes zu kaufen. Probieren geht über Fotografieren! Die im 12. Jahrhundert im romanisch-gotischen Stil errichtete Marienkirche (Mariakirken) ist das älteste Steingebäude Bergens. Die überladene Barock-Kanzel von 1676 und der aus dem 15. Jahrhundert stammende Flügelaltar zeugen vom einstigen Reichtum der Hanse. Gleich nebenan befinden sich die Gildenhallen (Schøtstuene) des Kaufmannsbundes, in denen nicht nur gemeinsam gegessen, sondern auch Gericht gehalten wurde. Den wohl besten Einblick in das tägliche Leben von einst gewinnen Sie im Hanseatischen Museum, das sich in einem der gut erhaltenen Holzhäuser befindet. Hier sind Einrichtungsgegenstände, Hausgeräte, Ausrüstung, Waffen und vieles mehr ausgestellt.

Die 1150 erbaute Fantoft-Stabkirche stammt ursprünglich aus Fortun in Sogn og Fjordane. 1884 kaufte ein reicher Bergener die Kirche, zerlegte die Konstruktion, die übrigens nicht ein Nagel zusammen hielt, und baute sie bei Fjøsanger wieder auf. 1992 fiel die Kirche einem Brandanschlag zum Opfer, wurde aber rekonstruiert. Wenn Sie sich intensiver mit der historischen Architektur der Stadt beschäftigen möchten, sollten Sie sich das Freilichtmuseum Alt Bergen anschauen. Die aus der gesamten Stadt zusammen getragenen Holzbauten sind hier zu Ensembles zusammengestellt worden, durch die idyllische Gassen führen.

Die faszinierende Naturlandschaft Westnorwegens erleben Sie am besten auf der Fahrt zum Hardangerfjord. Zunächst geht es entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bergen in Richtung des nahen Vorgebirges. Unterwegs kommen Sie an den Ruinen des aus dem 12. Jahrhundert stammenden Lyseklosters vorbei. Schließlich wird von der Fährstation Hatvik aus der Samnangerfjord überquert. Bei der Weiterfahrt entlang des 179 Kilometer langen Ufers des Hardangerfjords fällt Ihr Blick auf eine ausgesprochen liebliche Landschaft mit Obstgärten, Almen und kleinen Dörfern. Wenn dann noch Norwegens drittgrößter Gletscher Folgefonn seine Kuppe zeigt, ist keine Kamera mehr zu halten. Der idyllisch gelegene Ort Norheimsund lädt zur Mittagsrast und zum Spaziergang ein, bevor Sie am mächtigen Wasserfall Steindalsfossen wieder die pure Natur gefangen nimmt. Die zunehmende Höhe verrät bereits, dass Sie auf dem Weg zum Ski-Eldorado Kvamskogen sind. Hier stehen den Bergener Brettl-Fans 1.800 Hütten zur Verfügung. Über die Passhöhe von Gullbotn erreichen Sie schließlich den Sørfjord mit traumhafter Aussicht auf die Insel Osterøy. Entspannung und eine Menge schöner Ausblicke verspricht eine Bootsfahrt durch die vorgelagerte Inselwelt bis hin zum Lysefjord.

Eine Alternative für Aktive ist die Wanderung auf einer der sieben Erhebungen rund um Bergen. Die Talstation der Fløy-Bahn befindet sich nur wenige Minuten vom Hafen, mit ihr sind Sie ruckzuck auf dem 300 Meter hohen Berg Fløyen. Nachdem Sie die Aussicht auf die Stadt, die Inselwelt und das Meer ausgiebig genossen haben, geht es zu Fuß auf gepflegten Waldpfaden bergab. Tief einatmen, bitte!

Wenn Sie sich einen kurzen, aber intensiven „Über-Blick" vom Hardangerfjord, dem König der Fjorde, verschaffen möchten, sind Sie an Bord eines Wasserflugzeugs mit Sicherheit bestens aufgehoben. Beim Rundflug liegen Ihnen nicht nur die Stadt Bergen und die vorgelagerten Inseln und Schären zu Füßen, auch der imposante Folgefonn-Gletscher scheint plötzlich zum Greifen nah. Nach dem Flug haben Sie übrigens noch genügend Zeit, sich Bergen in Ruhe vom Boden aus anzuschauen ...

Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.

24.06.2017 - Samstag, Kiel Ankfunft 08:00

Kiel ist ein echter Geheimtipp – und gleichzeitig voll von solchen. Einen unvergesslichen Ausblick auf Deutschlands nördlichste Großstadt genießen Sie im Stadtteil Gaarden, wo Sie ein über vier Meter breites rotes Sofa erwartet. Machen Sie eine Pause und lassen Sie Ihren Blick über die Kieler Förde, das gegenüberliegende Stadtufer und die Howaldtswerke-Deutsche Werft schweifen. Den heimlichen Bewohnern Kiels begegnen Sie im Kieler Aquarium hautnah. Die kleine, liebevoll gestaltete Ausstellung zeigt heimische Fische wie Scholle, Hering und Steinbutt in ihrer naturgetreuen Umgebung. Sollten Sie Meerestiere eher auf dem Teller mögen, wird Sie dieser Tipp sicher interessieren: In den Restaurants und auf den Fischmärkten der Stadt gibt es regionalen Fisch von höchster Qualität. So schmecken Nord- und Ostsee einfach richtig gut.

Experten Tipps von

Priv.-Doz. Dr. med. Christian Ottomann.

Für eine gute Wundheilung ist es wichtig, dass Ihr Blutzucker richtig eingestellt ist. Dies, o.a. Themen auf Ihren Wunsch, wird unser begleiteter Facharzt mit Ihnen besprechen.

Diese Kreuzfahrt mit chronischen Wunden, stellt für Sie kein Hindernis da. Unser begleitender Facharzt Ihre Verbände regelmäßig und fachmännisch wechseln wird.